Wer war noch mal der Sänger mit dem „Hossa!“? Seit wann gibt es die ZDF-Hitparade? Und was genau unterscheidet einen volkstümlichen Schlager von Volksmusik? Das Lexikon der Star News Fabrik beantwortet solche Fragen in kurzen Einträgen, die Sie in einer Minute gelesen haben.
So ist das Lexikon aufgebaut
Die Einträge sind alphabetisch sortiert. Über die Buchstabenleiste springen Sie direkt zum gewünschten Abschnitt, jeder Eintrag hat außerdem einen eigenen Anker, den Sie verlinken oder als Lesezeichen speichern können. Ein kleines Etikett zeigt, um welche Art Eintrag es sich handelt:
- Star steht für Sängerinnen und Sänger, die solo bekannt wurden.
- Band für Gruppen und Duos.
- Sendung für Fernsehformate und Wettbewerbe, die den Schlager geprägt haben.
- Person für Moderatoren und Köpfe hinter den Kulissen.
- Begriff für Fachwörter, die in Gesprächen über Schlager immer wieder fallen.
Umlaute sind wie im Telefonbuch unter dem Grundbuchstaben einsortiert, Jürgen Drews finden Sie also unter J und den Discofox unter D.
Was in einem Eintrag steht
Jeder Eintrag beschränkt sich auf das, was einen Namen oder Begriff musikalisch ausmacht: bekannte Lieder mit Erscheinungsjahr, besondere Erfolge wie ein Sieg beim Eurovision Song Contest, typische Merkmale des Stils. Wir nennen nur Angaben, die allgemein dokumentiert und überprüfbar sind, etwa über Veröffentlichungen, die offiziellen Charts oder die Archive der Fernsehsender. Ist ein Detail nicht sicher belegt, lassen wir es weg.
Bewusst nicht im Lexikon stehen Beziehungen, Familienleben, Krankheiten, Streitigkeiten und Gerüchte. Das ist kein Versehen, sondern Grundsatz: Die Star News Fabrik schreibt über Musik, nicht über Privatleben.
Vom alten Magazin zum neuen Lexikon
Viele Leserinnen und Leser kommen über alte Links zu dieser Seite. Früher erschienen unter starnewsfabrik.de Vorstellungen einzelner Alben und Singles, etwa zu Peter Kraus, Semino Rossi, Andrea Berg, Andreas Martin, Frank Zander oder Matthias Reim. Diese Texte gibt es nicht mehr, und wir stellen sie auch nicht wieder her, weil sie von anderen Autorinnen und Autoren stammen. Stattdessen finden Sie die Künstlerinnen und Künstler hier im Lexikon, mit einer kurzen, aktuellen Einordnung ihres Werks.
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Ausführlichere Porträts der ganz großen Namen, von Peter Alexander bis Helene Fischer, stehen in der Halle des Ruhms. Wie die einzelnen Stars in die Entwicklung des Genres passen, zeigt die Geschichte des deutschen Schlagers Jahrzehnt für Jahrzehnt. Und wer wissen will, welche Lieder wann ganz oben standen, liest in unserem Überblick über Hitparaden und Charts weiter.
Das Lexikon: Stars und Begriffe von A bis Z
A
Amigos
Brüderduo aus Hessen, das über Jahrzehnte vor allem auf Volksfesten und in Festzelten auftrat und erst spät den großen Chart-Durchbruch schaffte. Typisch sind eingängige Melodien, Mundharmonika-Anklänge und Geschichten von Fernweh und Treue.
Andrea Berg
Eine der erfolgreichsten Schlagersängerinnen Deutschlands. Mit Titeln wie „Du hast mich tausendmal belogen“ (2001) prägte sie den Schlager der 2000er-Jahre, ihr Album „Best Of“ hielt sich außergewöhnlich lange in den deutschen Album-Charts.
Andreas Martin
Sänger und Komponist, der seit den 1980er-Jahren im deutschen Schlager aktiv ist. Seine Lieder kreisen um Sehnsucht, Liebe und Zusammenhalt und laufen bis heute im Schlagerradio.
Après-Ski-Hit
Partylied für die Skihütte: einfacher Refrain, Mitklatsch-Rhythmus, oft mit Mundart oder Augenzwinkern. Viele Après-Ski-Hits werden später auch auf Mallorca und im Festzelt gespielt.
B
Ballermann-Hit
Umgangssprachlich für Partyschlager, die auf Mallorca an der Playa de Palma gespielt werden. Kennzeichen sind kurze Strophen, laute Refrains und Texte, die sofort mitgegrölt werden können.
Beatrice Egli
Schweizer Sängerin, die 2013 die RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ gewann. Mit „Mein Herz“ gelang ihr im selben Jahr der Durchbruch, seitdem gehört sie zu den bekanntesten Gesichtern des Schlagerpop.
Bernhard Brink
Schlagersänger, der seit den 1970er-Jahren auf der Bühne steht und als Dauergast der großen Schlagershows gilt. Er trat auch als Moderator von Schlagerveranstaltungen auf.
C
Caterina Valente
Vielsprachige Sängerin und Entertainerin, die mit „Ganz Paris träumt von der Liebe“ (1954) einen der großen Schlager der Nachkriegszeit sang. Sie stand für den internationalen, jazzigen Klang des frühen Schlagers.
Conny Froboess
Wurde schon als Kind mit „Pack die Badehose ein“ (1951) bekannt und war in den 1950er- und 1960er-Jahren ein Teenager-Idol des Schlagers, später Schauspielerin.
Costa Cordalis
Griechischstämmiger Sänger, dessen „Anita“ (1976) zu den bekanntesten Schlagern der 1970er-Jahre zählt. Seine Lieder verbanden deutschen Schlager mit griechischer Folklore.
Coverversion
Neuaufnahme eines bereits veröffentlichten Liedes. Im Schlager besonders häufig: Internationale Hits wurden mit deutschem Text neu aufgenommen, oft mit ganz anderem Inhalt als im Original.
D
Dieter Thomas Heck
Moderator, der die ZDF-Hitparade von 1969 bis 1984 präsentierte. Seine schnelle Ansage der Titel und Plätze wurde zum Markenzeichen der Sendung.
Discofox
Paartanz, der in der Disco-Ära der 1970er-Jahre entstand und bis heute der Standardtanz auf Schlagerpartys ist. Der Grundschritt verteilt sich über drei Zählzeiten und lässt sich zu fast jedem Schlager im Viervierteltakt tanzen.
DJ Ötzi
Österreichischer Partysänger. Mit „Ein Stern (… der deinen Namen trägt)“, gemeinsam mit Nik P. veröffentlicht, gelang ihm 2007 einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Partyschlager.
Drafi Deutscher
Sänger und Komponist aus Berlin, dessen „Marmor, Stein und Eisen bricht“ (1965) bis heute auf keiner Schlagerparty fehlt. Er steht für den Übergang von Beat zu Schlager in den 1960er-Jahren.
Duett
Lied für zwei Stimmen. Schlager-Duette erzählen meist eine Liebesgeschichte im Dialog und sind beliebt für Hochzeiten, Karaoke und große TV-Shows.
E
Ella Endlich
Sängerin, die 2009 mit „Küss mich, halt mich, lieb mich“ bekannt wurde, einer Gesangsversion der Filmmusik aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Das Lied läuft seitdem jedes Jahr zur Weihnachtszeit.
Eurovision Song Contest
Europäischer Musikwettbewerb, früher „Grand Prix Eurovision de la Chanson“. Deutschsprachige Schlager gewannen ihn mehrfach, etwa Udo Jürgens 1966 für Österreich und Nicole 1982 für Deutschland.
Evergreen
Lied, das über Jahrzehnte beliebt bleibt und immer wieder gespielt, gecovert und mitgesungen wird. Viele Schlager der 1960er- und 1970er-Jahre sind heute Evergreens.
F
Fanclub
Zusammenschluss von Fans eines Stars oder einer Band. Fanclubs organisieren gemeinsame Konzertbesuche, Treffen und Sammelaktionen. Offizielle Fanclubs arbeiten mit dem Management des Stars zusammen, private nicht.
Florian Silbereisen
Moderator großer Schlagershows im Ersten und selbst Sänger. Seine Samstagabendshows mit vielen Live-Auftritten gehören zu den reichweitenstärksten Schlagerformaten im deutschen Fernsehen.
Frank Zander
Berliner Sänger und Entertainer, bekannt für humorvolle Partyschlager wie „Hier kommt Kurt“ und für seine markante, raue Stimme.
Freddy Quinn
Österreichischer Sänger und Schauspieler, der mit Seemanns- und Fernwehliedern wie „Heimweh“ (1956) zu einem der erfolgreichsten Interpreten der 1950er- und 1960er-Jahre wurde.
G
Guildo Horn
Sänger, der 1998 mit „Guildo hat euch lieb!“ beim Eurovision Song Contest für Deutschland antrat und den Schlager mit viel Selbstironie einem jungen Publikum näherbrachte.
H
Heino
Sänger mit tiefem Bariton, blonden Haaren und dunkler Sonnenbrille. „Blau blüht der Enzian“ (1972) machte ihn berühmt. 2013 überraschte er mit dem Album „Mit freundlichen Grüßen“, auf dem er Rock- und Popsongs coverte.
Helene Fischer
Die prägende Schlagersängerin seit den 2010er-Jahren. „Atemlos durch die Nacht“ (2013) wurde zur Hymne über die Schlagerszene hinaus, ihre Tourneen führten den Schlager in Arenen und Stadien.
Hitparade
Rangliste der beliebtesten Lieder. Im deutschsprachigen Raum ist der Begriff eng mit der ZDF-Hitparade verbunden, die von 1969 bis 2000 lief und über die Platzierungen auch das Publikum mitentscheiden ließ.
Howard Carpendale
In Südafrika geborener Sänger, der in Deutschland zum Schlagerstar wurde. „Ti amo“ (1977) und „Hello Again“ (1984) gehören zu seinen bekanntesten Titeln.
J
Jürgen Drews
Sänger, dessen „Ein Bett im Kornfeld“ (1976) ein Dauerbrenner ist. Später wurde er als selbst ernannter „König von Mallorca“ eine Symbolfigur des Partyschlagers.
K
Kastelruther Spatzen
Band aus Südtirol, die seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Gruppen des volkstümlichen Schlagers zählt. Ihre Lieder erzählen von Heimat, Bergen und Glauben.
L
Liedermacher
Musiker, die eigene, oft gesellschaftskritische Texte zur Gitarre oder zum Klavier singen. Liedermacher grenzen sich bewusst vom Schlager ab, auch wenn es Überschneidungen beim Publikum gibt.
M
Marianne Rosenberg
Berliner Sängerin, bekannt für „Er gehört zu mir“ (1975). Ihre Lieder wurden in den 1990er-Jahren in der Partyszene neu entdeckt und gelten heute als Klassiker.
Matthias Reim
Sänger und Songschreiber, dessen „Verdammt, ich lieb’ dich“ (1990) zu den meistgespielten Schlagern überhaupt gehört. Sein Stil verbindet Schlager mit Poprock.
Michael Holm
Sänger und Produzent, berühmt durch „Mendocino“ (1969), eine deutsche Fassung eines US-Hits, die zu einem der bekanntesten Sommerschlager wurde.
Michelle
Sängerin, die 2001 mit „Wer Liebe lebt“ Deutschland beim Eurovision Song Contest vertrat. Sie zählt zu den bekannten Stimmen des modernen Schlagers.
N
Neue Deutsche Welle
Musikrichtung der frühen 1980er-Jahre mit deutschen Texten, Synthesizern und frechem Ton. Sie stand teils im bewussten Gegensatz zum Schlager, einige Titel landeten aber in denselben Hitparaden.
Nicole
Holte 1982 mit „Ein bißchen Frieden“ den ersten Sieg für Deutschland beim Eurovision Song Contest. Das Bild der jungen Sängerin mit weißer Gitarre auf dem Barhocker ging um die Welt.
P
Peter Alexander
Österreichischer Sänger, Schauspieler und Showmaster (1926 bis 2011). Mit Liedern wie „Die kleine Kneipe“ (1976) und großen Fernsehshows war er über Jahrzehnte einer der beliebtesten Entertainer im deutschsprachigen Raum.
Peter Kraus
Österreichischer Sänger und Schauspieler, in den späten 1950er-Jahren das Rock-’n’-Roll-Idol der deutschsprachigen Jugend, etwa mit „Sugar Baby“. Er stand über Jahrzehnte auf der Bühne.
R
Rex Gildo
Sänger und Schauspieler, dessen „Fiesta Mexicana“ (1972) mit dem Ruf „Hossa!“ zum Inbegriff des fröhlichen Partyschlagers wurde.
Roland Kaiser
Sänger mit warmem Bariton, bekannt seit „Santa Maria“ (1980). Seine Open-Air-Konzerte ziehen bis heute ein großes, generationenübergreifendes Publikum an.
Roy Black
Schlagersänger und Schauspieler der 1960er- und 1970er-Jahre. „Ganz in Weiß“ (1966) ist bis heute eines der bekanntesten Hochzeitslieder im deutschen Schlager.
S
Schlager
Ursprünglich die Bezeichnung für ein Lied, das „einschlägt“, also ein Verkaufserfolg ist. Heute steht der Begriff für deutschsprachige Popmusik mit eingängiger Melodie, klarem Refrain und Themen wie Liebe, Sehnsucht, Heimat und Sommer.
Schlagerpop
Moderne Spielart des Schlagers mit Pop-Produktion, elektronischen Beats und Club-Elementen. Schlagerpop füllt seit den 2010er-Jahren große Hallen und läuft auch in jüngeren Playlists.
Semino Rossi
In Argentinien geborener Sänger, der in Österreich lebt und mit romantischen Liedern zwischen Schlager und Volksmusik bekannt wurde. Er wurde mehrfach mit der „Krone der Volksmusik“ ausgezeichnet.
U
Udo Jürgens
Österreichischer Sänger, Pianist und Komponist (1934 bis 2014). Er gewann 1966 den Eurovision Song Contest mit „Merci, Chérie“ und schrieb Klassiker wie „Griechischer Wein“ und „Aber bitte mit Sahne“.
V
Vanessa Mai
Sängerin des Schlagerpop, die zunächst als Frontfrau der Band Wolkenfrei bekannt wurde und später solo mit Pop- und Urban-Einflüssen experimentierte.
Vicky Leandros
Griechisch-deutsche Sängerin, die 1972 für Luxemburg den Eurovision Song Contest mit „Après toi“ gewann und im deutschsprachigen Raum zahlreiche Schlagererfolge feierte.
Volkstümlicher Schlager
Schlager mit Elementen der Volksmusik, etwa Akkordeon, Trompete oder Zither, und Themen wie Heimat und Berge. Er ist von der überlieferten Volksmusik zu unterscheiden, die nicht kommerziell komponiert wurde.
W
Wolfgang Petry
Sänger aus Köln, berühmt für „Wahnsinn“ (1983) mit dem Ruf „Hölle, Hölle, Hölle“, Freundschaftsbändchen und Holzfällerhemd. In den 1990er-Jahren füllte er die großen Hallen.
Z
ZDF-Hitparade
Musiksendung des ZDF von 1969 bis 2000, die deutsche Schlager in einer Rangliste präsentierte. Sie wurde von Dieter Thomas Heck, Viktor Worms und Uwe Hübner moderiert und prägte Generationen von Fans.
Fragen und Antworten
- Nach welchen Regeln kommt ein Star ins Lexikon?
- Aufgenommen werden Künstlerinnen, Künstler und Bands, die den deutschsprachigen Schlager über längere Zeit oder mit einem prägenden Hit beeinflusst haben, sowie Begriffe und Sendungen, die man zum Verständnis der Szene kennen sollte. Das Lexikon wächst laufend.
- Warum stehen im Lexikon keine Infos zum Privatleben?
- Weil die Star News Fabrik ein Musikmagazin ist und kein Klatschportal. Wir beschreiben, was ein Star musikalisch geprägt hat: bekannte Lieder, Erfolge, Stil. Beziehungen, Krankheiten oder Gerüchte gehören nicht dazu.
- Ein Name oder Begriff fehlt. Kann ich ihn vorschlagen?
- Ja. Schreiben Sie uns über das Kontaktformular, welcher Eintrag fehlt und warum er ins Lexikon gehört. Wir prüfen jeden Vorschlag und ergänzen das Lexikon, wenn sich die Angaben belegen lassen.
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Zuletzt überarbeitet am 26. Oktober 2026 von der Redaktion Star News Fabrik.